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Entstehung des Wing Chun
( alte Geschichte )

Zur Entstehungsgeschichte des Wing Chun existieren verschiedene Überlieferungen. In wie weit diese den Tatsachen entsprechen, kann aufgrund fehlender wissenschaftlicher Belege nicht mehr überprüft werden. Entwickelt wurde es über Hunderte von Jahren und hat angeblich seine Wurzeln im berühmten Shaolin-Kloster. Dabei wird von einem südlichen Shaolin-Kloster berichtet, welches im Gegensatz zum nördlichen Shaolin-Kloster heute nicht mehr besteht.

In einer weit verbreiteten Version der Entstehungsgeschichte wird beschrieben, dass die Nonne Ng Mui (chinesisch 吴梅 Wú Méi) versuchte, ein Kampfsystem für körperlich Unterlegene zu entwickeln, das mit der kraftvollen Shaolin-Kampfkunst der Mönche konkurrieren konnte. Ihr Wissen gab sie an ein Mädchen namens Yim Wing Chun (chinesisch 嚴詠春 / 严咏春 Yán Yǒngchūn) weiter, das sich gegen einen lokal ansässigen Kämpfer zur Wehr setzen musste, der sie immer wieder bedrängte.

Die andere Version der Entstehungsgeschichte besagt, dass sich einige sehr gute Kämpfer im alten China in einem Kloster in der „Halle des immerwährenden Frühlings“ (Weng Chun Tong) trafen und dort zusammen diesen Stil entwickelten.

Unumstritten ist jedoch die Tatsache, dass sich alle Wing Chun- Stile in irgendeiner Form auf die rote Dschunke, eine Operntruppe, beziehen. So lernten viele historisch nachweisbare Personen, die in der Entwicklung des Wing Chun eine Rolle spielten wie zum Beispiel Leung Jan, von Schauspielern der roten Dschunke.

Die frühesten schriftlichen Aufzeichnungen datieren aus dem Jahr 1854 und werden durch Schriftforschungen des Foshan Museums und der Chin Woo Athletics Association of Foshan belegt.

Das moderne/populäre Wing Chun, mit seinen charakteristischen sechs Formen und der Chi Sao Übung der "rollenden Hände" Poon Sao, geht, allen aktuellen Erkenntnissen nach, auf die Studien des Lehrerkreises um Yuen Kay Shan und Yip Man zurück.

Ebenso wie das moderne Karate, ist Wing Chun, in seiner heutigen Ausprägung, somit streng genommen erst dem 20. Jahrhundert zuzuordnen.

Die in Deutschland häufig anzutreffende Altersangabe mit ca. 300 Jahren ist in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in Hongkong entstanden und hatte eher politische Gründe, da eine chinesische Kampfkunst älter sein musste als eine japanische (hier war insbesondere das Karate gemeint).

Neuere Geschichte

Die meisten heute in Deutschland bekannten Varianten des Wing Chun gehen auf den Kampfkünstler Yip Man (1893–1972) zurück. Er hatte im Laufe seines Lebens in Hongkong zahlreiche Schüler (u. a. Bruce Lee). Einen direkten Nachfolger ernannte Yip Man nicht, da er sich selbst nicht als Stilerbe sehen konnte. Dieser Umstand hatte zur Folge, dass ein ungenau formulierter Zeitungsartikel Leung Ting zum Oberhaupt der Yip Man Familie ernannte. Die heftigen Reaktionen älterer Yip Man Schüler wurden, obwohl Leung Ting umgehend auf die Richtigstellung dieser Falschmeldung drängte, später im allgemeinen als Nachfolger-Streit bezeichnet.

Yip Man erlernte die bis dahin kaum bekannte Kampfkunst Wing Chun von Chan Wah Shun (chinesisch 陳華順 / 陈华顺 Chén Huáshùn) in der Stadt Lin Fa Dei. Spätere Lehrer Yip Mans waren Chans Schüler Ng Jung Su (chinesisch 吳仲素 / 吴仲素 Wú Zhòngsù) und ein Sohn von Chans Lehrer mit Namen Leung Bik (chinesisch 梁壁 Liáng Bì). Die Person des Leung Bik ist jedoch umstritten. Einige Quellen geben Leung Bik als eine Erfindung des Yip Man Schülers und zeitweilig als Reporter tätigen Lee Man an.

EWTO Wing Tsun

Die Europäische Wing-Tsun-Organisation (kurz: EWTO, eine Abteilung der WingTsun GmbH & Co. KG) ist eine kommerzielle Kampfkunst-Organisation mit einer Vielzahl angeschlossener Schulen in den deutschsprachigen Ländern. Gründer und Leiter der EWTO ist Keith Kernspecht. Kernspecht ist gleichzeitig auch einer der Geschäftsführer der WingTsun GmbH & Co. KG .

Wing Tsun
Wing Tsun, eine auf Leung Ting zurückgehende Stilrichtung der Kampfkunst Wing Chun, ist der Kern der EWTO. Wie im Wing Chun wird vermittelt, nicht gegen die Kraft des Gegners zu arbeiten, sondern die Angriffe „weich“ aufzunehmen und die Kraft gegen den Gegner einzusetzen. Wing Tsun versteht sich selbst als weicher Stil. Das Chi Sao wird in der EWTO in mehreren Übungsabläufen unterrichtet, die nach den verschiedenen Formen geordnet sind.
BlitzDefence
2000 wurde in der EWTO BlitzDefence eingeführt. BlitzDefence besteht aus Techniken des Wing Tsun, zusätzlich wurde der Ritualkampf und der non-verbale Vorkampf eingebaut. 2003 wurde zum Thema das Buch „Verteidige Dich“ mit speziell auf Frauen abgestimmten Verteidigungsstrategien publiziert.
WT-ChiKung
WT-ChiKung ist die Gesundheitssparte der EWTO. Hierbei geht es hauptsächlich um Dehnungs- und Kräftigungsübungen, mit denen das muskuläre Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Außerdem wird auf die Ernährung eingegangen, wobei größtenteils Theorien aus dem nicht schulmedizinischen Bereich unterrichtet werden. Die gesamten Übungen werden aber untermauert von Medizinern, Heilpraktikern und Sportpädagogen die an der Weiterentwicklung des EWTO-ChiKungs mitwirken. WT-ChiKung hat mit traditionellem Qigong nur sehr wenig zu tun.
Eskrima
Seit 1977 wird außerdem Escrima (anfangs PMAS-Escrima, dann Latosa-Escrima, aktuell Newman-Escrima genannt) unterrichtet.

Quelle Wikipedia


Hier eine kurze Übersicht über die verschiedenen Techniken im SWS:

Theorie ( Magnetfeld, mit der Kraft u.s.w )

Grundtechinken ( Stände, Schläge )

Dan Chi Sao ( einarmiges klebende Hände )

Chi Sao/Poon Sao ( zweiarmiges klebende Hände, Lap Sao u.s.w )

Lat Sao ( erlernen von realen Kampfsituationen )

Formentraining ( Siu Nim Tao, Chum Kiu )

SV-Training ( Selbstverteidigung )

Muk Yan Jong ( Holzpuppen-Trainng )
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